DAS KLEINE WOELFCHEN

Dies war mein allererstes Märchen. Die Frau, der ich diese Geschichte schrieb, litt darunter, dass ihre Eltern sie zu wenig geliebt hatten. Sie hoffte, durch stärkeres Selbstvertrauen freier zu werden. Der Wolf symbolisiert für sie Stärke und Unabhängigkeit.


PIET DER DRACHE

Die Frau, für die ich diese Geschichte schrieb, wünschte sich, mit ihrer Spontaneität natürlicher umzugehen. Bislang hatte sie häufig ein schlechtes Gewissen, wenn sie spontan war – also nicht vorher über die möglichen Konsequenzen dessen, was sie tat, nachdachte. Sie glaubte, das schlechte Gewissen rühre daher, dass ihre Eltern ihr zu oft gesagt hatten, sie solle ein braves Mädchen sein.


MIRA IM WUNDERLAND

Eine Bekannte erzählte mir, dass sie schlecht allein sein könne und der inneren Leere in solchen Momenten stets eine starke Unruhe folge. Ihr fiel dazu das Bild ein, wie sie als Kind nachts allein im dunklen Haus nach ihren Eltern gesucht hatte. Sie wünschte sich, in solchen Situationen gelassener zu werden.


DIE WETTE

Die Mutter, für die ich diese Geschichte schrieb, hatte sich gerade entschieden, sich selbständig zu machen. Sie sah sich nun mit der Herausforderung konfrontiert, nicht nur ihre Selbständigkeit zu organisieren, sondern auch für die Finanzierung zu sorgen, Zeit für die Familie einzuplanen und ein neues Gleichgewicht in ihrer Beziehung zum Partner herzustellen.


DIE BEFREIUNG DES GEPARDEN

Der Empfänger dieser Geschichte fühlte sich mit seinem leichten Übergewicht unbeweglich und schlapp. Er hatte bereits mehrfach versucht abzunehmen, konnte sich jedoch nicht überwinden, mit einer Diät zu beginnen. Sein "Wunschgefühl" beschrieb er als die Behändigkeit eines Geparden. Mittlerweile hat er übrigens beträchtlich abgenommen und treibt regelmäßig Ausdauersport.


JULIE

Die Empfängerin dieser Geschichte war – nach dem Verlust ihres Mannes – schwer erkrankt, konnte sich jedoch schlecht auf die Genesung konzentrieren, da sie gefühlsmäßig noch in einem alten Konflikt gefangen war.


WEIHNACHTSFEST FÜR EINEN ELFEN

Das Weihnachtsmärchen schrieb ich für eine Bekannte, die seit Jahren Angst davor hat, allein zu Hause zu sein, wenn es dunkel wird. Dann kann schon ein kleiner Schatten vor dem Fenster angstvolle Gedanken auslösen, die sich mehr und mehr steigern, bis sie sich schließlich kaum noch traut, allein durch die Wohnung zu gehen. Sie wünscht sich, aus diesen „Denkschleifen“ zu entkommen und die unnötige Angst von der reellen Gefahr zu unterscheiden.